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Plieskendorf Der sorbische Ortsname geht auf das Wort „wjerchny" - oben gelegen - zurück und knüpft offenbar an den benachbarten Ort Werchow an. Der erste urkundliche Nachweis stammt vom 12.12.1570. Wie bereits erwähnt, gehörte der Ort bis Anfang des 20. Jahrhunderts zum Rittergut Reuden, erst 1907 wird Eugen von Wolf aus Buchwäldchen als Besitzer genannt. Plieskendorf wurde als Zeilendorf mit einem Vorwerk gegründet. Zum Vorwerk, dem jetzigen Lindenhof, gehörten auch eine Schäferei und eine Försterei. Mitte des 19. Jahrhunderts betrieb man an den Hängen des Weinberges Weinanbau. Seit 1895 ist das kleine ehemalige Gasthaus Schuster bekannt, das inzwischen von einer Enkeltochter des früheren Betreibers Mettcher als „Elkes Dorfklause" geführt wird. Mit der Inbetriebnahme des wiederaufgebauten Klinkerwerkes Buchwäldchen begann Anfang der 50er Jahre der Aufschluss der Tongrube Plieskendorf, 1953 kam der erste Eimerkettenbagger zum Einsatz. Bis 1990 hatte hier die Tongewinnung Vorrang, gegenwärtig wird in erster Linie Kiesabbau betrieben.