Kalkwitz_Kirche_1 Kalkwitz_Kirche_2

Kalkwitz Nachweislich hatten die Familien Köckritz und von Zieckau schon 1460 gleichzeitig Besitz im Dorf. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1495 in einer Matrikel des Bistums Meißen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Rittergut fast völlig verwüstet, 1756 brannte es bis auf drei Häuser nieder. Kalkwitz war bis 1816 eine brandenburgische Enklave, umgeben vom sächsischen Markgraftum Niederlausitz. 1829 übernahmen die Grafen zu Lynar die Gutsherrschaft. Die ursprünglich gotische Kirche wurde im frühen 15. Jahrhundert erbaut. Aus dieser Zeit sind noch die Wandmalereien und der Fußboden aus Lesesteinen erhalten. Der Umbau im 18. Jahrhundert im Stil des Barock hat ihr ihre heutige Gestalt verliehen. Der Turm ist nachträglich angebaut worden. Bis auf das Fundament besteht er vollkommen aus Holz einschließlich der Holzschindeleindeckung. Auf Grund ihres schlechten baulichen Zustandes konnte die Kirche fast 20 Jahre nicht mehr genutzt werden. Erst am 07.05.1995 war nach vierjähriger Bauzeit die Wiedereinweihung möglich. Bis in die 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts war Kalkwitz für eine riesige Obstplantage bekannt. Heute hat sich der Spargelhof „Carina" über die Ortsgrenze hinaus einen Namen gemacht.