Calau_Marktplatz_1 Calau_Platz_Friedens_1 Calau_Rathaus_1 Calau_Stadtkirche_1 Calau_Kirche_Bonifatius_1

Calau Die erste urkundliche Erwähnung ist für das Jahr 1279 nachweisbar. Verschiedene Funde belegen aber, dass es Ansiedlungen auf dem heutigen Calauer Gebiet schon in der vor -und frühgeschichtlichen Zeit gab. Eine Sage erwähnt den Ort um 650. Als sich 300 Jahre später Markgraf Gero unrechtmäßig die Niederlausitz aneignete, soll hier schon eine Festung zum Schutz gestanden haben. Am Burgplatz, der höchsten Stelle des Stadtovals erinnern mächtige Feldsteine an die um das Jahr 1000 errichtete Dunkelsburg. Um diese Burg herum siedelten sich besonders im 13. Jahrhundert sorbische und deutsche Zuwanderer an. 1410 war die Burg bereits herrenlos. Sie zerfiel und wurde 1576 der Stadt geschenkt. Anfang des 18. Jahrhunderts entstand auf dem ehemaligen Burggelände das sogenannte Burglehn, dass sich dem Besucher heute in renovierter Form eindrucksvoll präsentiert. Früher prägten die Türme der Stadtkirche und des Rathauses die Silhouette der Stadt. Der Funk -und Fernsehturm hat Ihnen diesen Rang abgelaufen. Geblieben ist der Altstadtkern. Fast durchgehend liebevoll restauriert, um- oder ausgebaut präsentiert er sich in neuem Glanz. Im Stadtoval umschließt er unverwechselbare Zeitzeugen. Die spätgotische dreischiffige Stadtkirche etwa, deren Baubeginn vor 1400 datiert. Hierzu gehört ein - jetzt frisch und fesch sanierter - Kirchturm, der um 1840 ausgebaut wurde und mit seinen 70 Metern bis zum Jahre 1945 der höchste der Niederlausitz war. Nur durch die Kirchstraße getrennt, erhebt sich die Wendische oder auch Landkirche, die seit 1666 ihre heutige Gestalt besitzt. Sie erhielt diesen Namen, weil in Ihr noch bis ins 19. Jahrhundert hinein Gottesdienste in wendischer Sprache für die Bewohner umliegender Gemeinden gehalten wurden. Schräg gegenüber findet sich in einem sanierten Fachwerkhaus aus dem Jahre 1789 die alte Mädchenschule, heute Domizil des Heimatmuseums mit seinen Zeugnissen der Schuhmacherzunft oder der Geschichte Carl Anwandters, der zunächst in Calau und nach seiner Auswanderung nach Chile auch dort eine herausragende Rolle im öffentlichen Leben spielte. Auf dem Marktplatz, 'wie es sich gehört', ein Rathaus und ein schönes noch dazu, 1880 im Renaissancestil erbaut. Es sah schon vieles auf diesem Marktflecken. Schon im 15. Jahrhundert gab es hier Getümmel: zweimal die Woche Viehmarkt, an den anderen Tagen boten Handwerker und einheimische Felderzeuger ihre Waren feil. Um 1700 sollen die Calauer Märkte weit und breit die vielfältigsten und beliebtesten in der Markgrafschaft gewesen sein. Viehmärkte gehören natürlich heute der Vergangenheit an. Aber immer noch ist der zweimal wöchentlich durchgeführte Markt Anziehungspunkt für die Einwohner und Besucher. Nach gelungener Neugestaltung ist er wieder zu einem echten Schmuckstück geworden. Besonders erwähnenswert ist dabei sicherlich die Einbindung des so genannten "Röhrkastens", der einst eine der Zentralstellen der Wasserversorgung darstellte. Teile von Holzleitungen, über die das Wasser zugeführt wurde, sind im Museum zu bewundern.

  • Web: www.calau.de